28.12.08

Die Sehbahn




Man bezeichnet den Weg, auf dem die visuellen Informationen aufgenommen, weitergeleitet und verarbeitet werden, als Sehbahn.
Die von beiden Augen austretenden Sehnerven treffen zunächst in der Sehnervenkreuzung (Chiasma opticum) im Zwischenhirn aufeinander. Hier werden die Nervenstränge so kombiniert, dass die Stränge aus dem rechten Sehfeld (nicht des rechten Auges!) in die linke Gehirnhälfte zusammengeführt werden und diejenigen aus dem linken in die rechte Hälfte.
Die Axone der retinalen Ganglienzellen des jeweiligen Gesichtsfeldes enden im entsprechenden Kniekörper, auch Corpus Geniculatum Laterale (CGL) genannt. Sie sind dort verschaltet mir Nervenfasern, die zum visuellen Kortex, also den Sehzentren der Großhirnrinde führen.
Ähnlich wie die retinalen Ganglienzellen enthält auch der Corpus Geniculatum Laterale kreisförmige rezeptiven Felder. Sie bilden eine Umschaltstation und regulieren den Informationsfluss zwischen dem linken und rechten Auge und dem visuellen Kortex. Der CGL ist in sechs Schichten gegliedert, von denen vier Farbinformationen weiter geben und zwei Informationen zur Form von Objekten.