= Eintrübung der Linse
Beim grauen Star handelt es sich um eine Eintrübung der Augenlinse. Die Pupille sieht dann nicht mehr schwarz aus sondern wirkt gräulich, daher der Name „grauer Star“. Eine Linsentrübung tritt hauptsächlich im Alter auf und ist meist ein natürlicher Alterungsprozess der Linse. Sie kann aber auch in seltenen Fällen früher auftreten z. B. bei Einnahme von bestimmten Medikamenten oder nach Verletzungen am Auge, sie kann aber auch angeboren sein.
Wie bemerkt man einen grauen Star?
Wenn die Linse trüb wird, kann man nicht mehr so gut durch sie durchschauen. Es ist vergleichbar mit einer nicht geputzten Fensterscheibe. Das Bild das man sieht ist matt, neblig und nicht mehr so scharf. Außerdem nimmt die Blendempfindlichkeit zu, z. B. bereitet das Autofahren in der Dämmerung oder in der Nacht Schwierigkeiten.
Wie wird der graue Star festgestellt und was kann man dagegen tun?
Den grauen Star kann am besten Ihr Augenarzt bei einer gründlichen Augenuntersuchung fest stellen. Gegen den grauen Star gibt es keine Medikamente oder Augentropfen. Die getrübte Linse kann nur durch eine Operation entfernt werden. Die entfernte Linse wird durch eine Kunstlinse ersetzt. Wann der richtige Zeitpunkt für eine Operation gekommen ist hängt vom individuellen Augenbefund und von der eigenen Beeinträchtigung im Alltag ab.
Die Entfernung des grauen Stars ist mit 670.000 Eingriffen / Jahr die häufigste Operation in Deutschland.

Verschiedene Formen des Grauen Stars
Daten zur Verfügung gestellt von Prim. Dr. Siegfrid Priglinger AKH-Linz
mit Dank an Klinikum München